Sonntag, 12. Mai 2019


„Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn

Inszeniert von Balletdirektorin Beate Vollack

 

Die Grazer Oper konnte vor kurzem die, nicht nur äußerst sympathische, sondern auch international renommierte, Tanz-Koryphäe Beate Vollack für die nächsten fünf Jahre als Ballettdirektorin gewinnen. Die gebürtige Ost-Berlinerin durfte, nach Abschluss ihres Studiums an der staatlichen Ballettschule, bereits fast alle großen Rollen in den bekanntesten Stücken tanzen. Beispielsweise in der Royal Garden Opera in London oder der Wiener Staatsoper. Die letzten Jahre vor ihrem Graz-Engagement war sie Leiterin der Tanzkompanie St. Gallen in der Schweiz.

Sozusagen ihr Einstandsgeschenk, hat sie auch von dort mitgebracht, denn
„Die Jahreszeiten“ sind eine Koproduktion mit dem Theater St. Gallen. Überhaupt ist diese Produktion, wie an der Grazer Oper inzwischen bereits üblich, eine in hohem Maße internationale Angelegenheit. Nicht nur die musikalische Leitung, vor allem auch die Sänger und Tänzer kommen aus aller Herren Länder und sorgen alleine schon dadurch für einen Hauch „große, weite Welt“. Frau Vollack betont auch, dass sich die wunderschönen Räumlichkeiten in der steirischen Landeshauptstadt, im Vergleich zu anderen Opernhäusern, absolut nicht zu verstecken brauchen und lobt außerdem immer wieder ihre „fantastischen Tänzer“ in den höchsten Tönen.

So ein positives Feedback hören heimische Kulturschaffende und –interessierte natürlich sehr gerne und es ist ein weiteres Argument dafür, sich das Oratorium „Die Jahreszeiten“ anzusehen bzw. anzuhören. Wobei die Bezeichnung Oratorium in diesem Fall etwas irreführend ist, da kein klassisch christliches Thema behandelt wird, sondern die Gefühle, Stimmungen und Atmosphären, die die unterschiedlichen vier Jahreszeiten eben mit sich bringen. Komponist
Joseph Haydn faszinierte besonders, dass sie immer sehr ähnlich und im gleichen Zeitraum ablaufen, aber doch jedes Jahr unterschiedlich sind. Dieses Paradoxon aus ewiger Wiederholung auf der einen Seite und Überraschung und Unberechenbarkeit auf der anderen, wollte er mit seiner Komposition einfangen und beschreiben.

Machen Sie sich selbst ein Bild, ob ihm das gelungen ist und lassen Sie sich von den farbenfrohen, emotionalen Tanzszenen  verzaubern. All jenen, deren Interesse nun geweckt wurde, möchte ich erneut auch das Opernpackage im Hotel GOLLNER ans Herz legen. Dieses Package beinhaltet einfach alle wichtigen Komponenten, die für einen gelungenen Opernbesuch nötig sind.

Donnerstag, 18. April 2019


KONZERTMONAT MAI

 

Das Grönemeyer-Konzert im März (Grazer Stadthalle) war, wie kaum anders zu erwarten, ein voller Erfolg. Das bedeutet aber nicht, dass damit sozusagen „das ganze Pulver schon verschossen wurde“. Ganz im Gegenteil, der heurige Konzert-Sommer fängt ja gerade erst richtig an und der kalendarische Sommerbeginn ist sowieso noch in relativ weiter Ferne.

Ein absoluter Pflichttermin steht bereits Anfang Mai (6. Mai + ein Zusatztermin am 7. Mai) im Kalender. Alleine schon deshalb, weil es sich um die allerletzten Auftritte in Graz (Stadthalle), im Rahmen einer Abschiedstournee handelt. Alle Fans, die es ja äußerst zahlreich gibt, wissen spätestens jetzt, dass es sich nur um die EAV handeln kann. Und genau diese treuen Fans werden der ErstenAllgemeinenVerunsicherung, die zwar aus der Steiermark kommt, aber bis weit über deren Grenzen bekannt und beliebt ist, sicher den würdigen Abschied bereiten, den sich diese tolle Band verdient hat. Die herausragenden Songtexte haben ohnehin Bestand für die Ewigkeit: von „Ba-Ba-Banküberfall“, über „am Schotterteich von Mistelbach, da wird sogar die Christel schwach“, bis hin zum „Märchenprinz aus der Provinz“, der im „Vogerltanz“ die „Nummer Ans“ ist.

Ebenfalls aus Österreich kommt das nächste Konzerthighlight, das am 18. Mai auf der Kasemattenbühne zu sehen sein wird. Wobei die Nationalität bei weitem nicht die einzige Gemeinsamkeit mit der EAV ist. Auch Christina Stürmer lässt sich in das Genre Austropop einordnen, alleine schon weil auch sie auf Deutsch, oder besser gesagt auf Österreichisch singt. Dennoch gibt es selbstverständlich auch auffällige Unterschiede, denn Frau Stürmer und ihre Musiker haben durchaus einen eigenen Stil entwickelt. Nun ist die ehemalige Castingshow-Teilnehmerin also mit ihren etwas älteren Hits, aber vor allem natürlich mit Songs aus ihrem neuen Album, auf Österreich-Tournee und macht im Mai eben auch in Graz Station.

So empfehlenswert diese österreichischen Künstler auch sein mögen, zum Abschluss möchte ich Ihnen auch noch eine international äußerst renommierte Rockgruppe aus Großbritannien, wärmstens an Herz legen: MUSE! Ob die Band mit dem Aktuellen- („Simulation Theory“) an das Vorgänger-Album nahtlos anknüpfen kann, wird sich erst noch zeigen. Denn mit dem letzten Werk „Drones“ konnten sie in unfassbaren 21 (!) Ländern, den ersten Platz in den Charts holen und wurden mit unzähligen Musikpreisen (u.a. 2 Grammys) überhäuft. So oder so gilt MUSE als eine der besten LIVE-Bands der Welt und sie werden sicher eine bombastische Bühnenshow mit nach Graz bringen. Zu sehen am 29. Mai ebenfalls in der Grazer Stadthalle, die übrigens mit der Straßenbahn, dem Taxi, aber sogar auch zu Fuß, in nur wenigen Minuten vom Hotel GOLLNER aus erreichbar ist.

Es gibt also schon jetzt mindestens drei Gründe, um sich auf den Konzertmonat Mai 2019 freuen zu können…

Samstag, 30. März 2019


OSTERN IN GRAZ

 

Dass die Osterfeiertage dieses Jahr erst zu einem sehr späten Zeitpunkt im Kalender zu finden sind, freut manche mehr, andere weniger. Was das Wetter betrifft, sollte der späte Termin jedenfalls mit großer Wahrscheinlichkeit von Vorteil sein. Also nichts wie raus in Freie und den Frühling genießen…

Der April im Allgemeinen und Ostern im Speziellen bieten nämlich eine riesige Palette an Möglichkeiten dafür. Dieses vielfältige Angebot, in Kombination mit den Osterferien, wird sicher wieder viele (auch kurzentschlossene) Besucher nach Graz locken.

Aus diesem Grund haben wir uns im Hotel GOLLNER auch etwas einfallen lassen, um unseren Gästen  eine kleine Freude zu machen. Von 17. bis 24. April gibt es auf alle Zimmer einen Osterrabatt von -20%, buchbar auf allen gängigen Internetplattformen. Bei direkter Reservierung im Hotel GOLLNER fragen Sie bitte einfach danach. Außerdem bieten wir für denselben Zeitraum, in Partnerschaft mit GrazTourismus, auch das 3=2-Package an. 3 Übernachtungen buchen und nur
2 bezahlen.

Die vielen Ostermärkte werden sicher einiges zu bieten haben, aber im Frühling, wenn die Verkaufstische sich wieder langsam prall mit den besten regionalen Produkten füllen, haben die Bauernmärkte der steirischen Hauptstadt ohnehin ein ganz besonderes Flair. Auch eine große Anzahl an Parks, Grünanlagen, Gastgärten, oder etwa die botanischen Gärten laden zum Flanieren und Verweilen ein. Absolut erwähnenswert sind noch die geführten Rundgänge von GrazTourismus, die zu dieser Jahreszeit wieder beginnen. Wirklich einfallsreich und besonders!

Veranstaltungen, Konzerte etc. finden natürlich auch unzählige statt. Aber ein Event sollte man unbedingt einmal mit eigenen Augen gesehen haben: „KLANGLICHT“. Österreichs einzigartiges Licht- und Klangkunstfestival in der Grazer Innenstadt. Beeindruckende Fassadenprojektionen, faszinierende Farblandschaften und bezaubernde Klänge von nationalen und internationalen Künstler verwandeln die steirische Landeshauptstadt drei Abende lang in einen wahrlich magischen Ort für Auge, Ohr und Herz. Emotion und Staunen, Licht, Klang und Magie – bei freiem Eintritt und jedem Wetter!

Mehr Gründe für einen Osteraufenthalt im Hotel GOLLNER braucht man wirklich nicht. Ich würde jedenfalls 100%ig kommen, wenn ich nicht schon in Graz leben würde.

Sonntag, 24. Februar 2019


DAS UNIVERSALMUSEUM JOANNEUM
 und seine Standorte

Die Grazer Dependancen

 

Das Universalmuseum Joanneum wurde 1811 als erstes öffentliches Museum Österreichs gegründet und präsentiert ein breites Spektrum an Geschichte, Kunst, Kultur und Naturwissenschaft. Über dieses breite Spektrum und alle dazugehörigen Standorte möchte ich Sie mit einer BLOG-Serie informieren. Die Grazer Standorte, um die es diesmal geht, haben den großen Vorteil, dass sie, mit einer Ausnahme, alle in der Altstadt gelegen und daher zu Fuß bestens erreichbar sind.

Bei der einen Ausnahme handelt es sich um das Schloss Eggenberg. Allein dort gibt es allerdings so viel zu sehen, dass es in näherer Zukunft einen eigenen BLOG geben wird, der sich nur damit befasst.

Das Wichtigste an einem Museum ist natürlich der „Inhalt“, aber die Grazer Museen geben auch architektonisch gesehen einiges her und zwar sowohl die historischen-, als auch die zeitgenössischen Bauten.

Das beste Beispiel für gelungene moderne Baukunst ist das Kunsthaus (auch „friendly alien“ genannt), das der Mittel- und Ausgangspunkt im Kulturhauptstadtjahr 2003 war. In den Zeiten zwischen den verschiedenen Ausstellungen können Besucher, um nur 2,50 Euro, architektonische Führungen erleben. Als „Zuckerl“ werden hier auch Ecken vorgeführt, die für Besucher normalerweise nicht zugänglich sind. Das betrifft aber eben nur die kurzen Intervalle zwischen den Ausstellungen. Seit Mitte Februar stellt beispielsweise der chinesische Künstler Jun Yang aus und das sehr erfolgreich.

Das Landeszeughaus braucht man eigentlich nicht erst groß vorzustellen. Es ist DAS Grazer Museum, ein touristischer Fixpunkt und sogar jeder einheimische Volkschüler war schon zumindest einmal dort. 32.000 Objekte (!) gibt es in der größten erhaltenen, historischen Waffenkammer zu bestaunen.

Das Museum für Geschichte ist aufgeteilt in die kulturhistorische Sammlung, in der sämtliche Epochen des Landes Steiermark vom Mittelalter bis zur Gegenwart dokumentiert sind, und in die multimediale Sammlung, die mit über 2,5 Millionen Objekten zu den bedeutendsten Österreichs zählt.

Wie schon erwähnt, sollte man unbedingt auch den Räumlichkeiten, der Architektur und der Umgebung der Museen Beachtung schenken. In besonderen Maß trifft das auf das Volkskundemuseum zu. Ebenfalls mitten in der Altstadt, in der Paulustorgasse gelegen, findet man hier auf über 1.000 m2 auch eine alte, originale weststeirische Rauchstube, einen in den 1930er-Jahren konzipierten Trachtensaal und alles, was sich um die grundlegenden Bedürfnisse „Wohnen, Kleiden, Glauben“ dreht. Zum Abschluss eines Besuches hier, sollte man sich noch einen Blick von der Empore (der ebenfalls integrierten Antoniuskirche), auf die bedeutenden frühbarocken Bilder, gönnen.

Soviel zum ersten Teil der Serie. Offensichtlich ist das Angebot sehr groß und vielfältig. Damit die Besucher möglichst viel davon sehen können, bietet das Universalmuseum Joanneum 24- und sogar 48-Stundentickets an.

Im nächsten BLOG dieser Serie möchte ich Ihnen zum einen eben das
Schloss Eggenberg, mit allem was dazugehört, und zum anderen das Joanneumsviertel, mit seiner ganzen Bandbreite an Kunst, Kultur und Gastronomie, vorstellen und schmackhaft machen.

Donnerstag, 24. Januar 2019


ELEVATE 2019

 

Gratulation zum 15. Geburtstag! Damit einem das Warten auf den Festivalsommer nicht allzu lange vorkommt, wird der Elevator (Aufzug) im Inneren des Schlossberges um diese Jahreszeit wieder zum Mittelpunkt von Musik & Kunst, von Diskurs & Aktivismus. Und die Besucher feiern mindestens so ausgelassen wie im Hochsommer. Aber abgesehen davon ist es den Veranstaltern eben auch wichtig, dass der „kritisch-politische Diskurs“ nicht zu kurz kommt. Was möglicherweise etwas trocken klingt, ist es in der Realität jedoch überhaupt nicht. Denn es bedeutet einfach, dass Experten, Wissenschaftler, Aktivisten aus aller Welt zusammen mit den Besuchern Themen erörtern, die uns einfach alle angehen und interessieren. In den letzten Jahren waren das beispielsweise die Themengebiete Migration, Europa oder Whistleblowing.
Wirklich tolle, höchst interessante und kompetente Gäste gaben sich sozusagen die Klinke in die Hand: journalistische Legenden aus Österreich und der ganzen Welt wie Anneliese Rohrer, Raimund Löw, Jake Appelbaum, Amy Goodman oder Sarah Harrison; heimische und internationale Aktivisten namens Christian Felber (ATTAC), Pat Mooney (Entwicklungshelfer) oder Bill McKibben (Umweltaktivist); die Politikerinnen Brigitta Jonsdottir (Island) und Cynthia McKinney (US-Präsidentschaftskandidatin); aber auch etwa der Wikipedia-Gründer Jim Wales und vergangenes Jahr der Wikileaks-Gründer Julian Assange per Videostream.

Von 27. Februar bis 3. März 2019 wird bei ELEVATE nach der „Truth“, der Wahrheit, gesucht. Ein Thema, das in Zeiten von „Fakenews, Lügenpresse und alternativen Fakten“ nicht aktueller und wichtiger sein könnte. Man darf also auch beim 15. Mal sehr gespannt sein, was sich die Veranstalter einfallen haben lassen…

Dass der musikalische Teil bei den Besuchern, wie schon erwähnt, zu langen Nächten mit ausgelassener Stimmung führen wird, kann man schon jetzt problemlos als „true“ bezeichnen. Nähere Informationen zu den Performances, Konzerten und DJ-Lines entnehmen Sie bitte der äußerst informativen Homepage www.elevate.at.

Ein komfortables Zimmer, mitten im Zentrum von Graz und nur wenige Gehminuten vom Schlossberg entfernt, finden Sie natürlich im Hotel GOLLNER. Gerne auch für 3 oder 4 Personen in einem preiswerten Businesszimmer oder einem geräumigen Appartement mit eigener Terrasse.

Montag, 31. Dezember 2018


KULINARISCHE TIPPS ZU JAHRESBEGINN

 

Im Gegensatz zu manch anderen, halte ich nicht viel von sogenannten

„guten Vorsätzen“, nur weil ein neues Jahr beginnt. Es sind jedes Jahr 365 Tage Zeit sich neue Ziele zu setzen und diese auch zu erreichen. Da muss man wirklich nicht unbedingt im nasskalten Jänner, kurz nach dem Silvesterkater damit anfangen.

Besonders abzulehnen sind in meinen Augen Vorsätze, welche die Kulinarik betreffen. Das heißt Dinge wie Heilfasten, strenge Diäten oder Entschlackungskuren. Aber um positiv zu bleiben: wenn es denn unbedingt sein muss, kann man sich ja zum Vorsatz nehmen etwas weniger zu essen, dafür aber umso bessere Qualität.

In diesem Sinne möchte ich Ihnen 3 Grazer Restaurants ans Herz legen, die wirklich hervorragend geeignet sind, um diesen Vorsatz zu verwirklichen.
Das Gasthaus Stainzerbauer könnte man umgangssprachlich ohne weiteres als „eine Bank“ bezeichnen, da ich tatsächlich von jedem einzelnen Gast, der von mir in der Vergangenheit diesen Tipp bekam, ausschließlich begeistertes Feedback erhalten habe. Der Steirer hat abgesehen von bester steirischer Küche zwei zusätzliche Vorteile: zum einen den direkt angeschlossenen Shop, zum anderen ist die Küche täglich (!) durchgehend von 11 bis 24 Uhr geöffnet. Das Schmidhofer im Palais ist sozusagen die „jüngste“ Empfehlung im Bunde aber nichtsdestotrotz absolut einen Besuch wert.

Zuerst geht es aber wie erwähnt um das, seit Jahrzehnten für beste Qualität stehende, Gasthaus Stainzerbauer. Hier stimmt das Gesamtpaket einfach annähernd perfekt. Bei vielen Lokalen wird zwar häufig mit Begriffen wie regional, traditionell, gemütlich etc. geworben, bei genauerem Hinsehen entpuppt es sich dann allerdings oft als ein veralteter, schlecht geführter Betrieb mit liebloser Auftauküche. In der Bürgergasse, mitten im Herzen von Graz, finden die Gäste jedoch eine stillvolle gemütliche steirische Stub’n, die zum längeren Verweilen einlädt. Dazu sind beim Stainzerbauer beste regionale Produkte, zuvorkommender Service und auf Wunsch eine erlesene Weinbegleitung eine Selbstverständlichkeit. Man weiß nie, vielleicht wird es ja in der Zukunft wirklich einen Gast geben, der nicht 100%ig zufrieden sein wird. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch extrem gering, wäre es doch wie gesagt der Allererste nach so vielen Jahren.

Während man die meisten Restaurants vor allem dann aufsucht, wenn man ein gepflegtes Abendessen möchte, sind die Möglichkeiten im Steirer um einiges vielfältiger. Das bedeutet zwar absolut nicht, dass man in der ehemaligen Weitzer Weinstube kein ausgezeichnetes Abendmahl (unbedingt reservieren!) bekommt. Aber auch ein Glas Wein an der Bar, ein Kaffee mit Nachspeise oder ein gutes und preiswertes Mittagsmenü werden hier angeboten. Man kann sich aber ebenso, beispielsweise um 16 Uhr, selbst ein Menü aus der traditionellen steirischen Küche zusammenstellen (immer frisch zubereitet) und beim Verlassen des Lokales noch ein Mitbringsel aus dem äußerst gut sortierten Shop mitnehmen.

Alle drei hier vorgestellten Lokale befinden sich im Zentrum von Graz. Besonders zentral gelegen (genau gegenüber vom Traditionskaufhaus
Kastner & Öhler zwischen Hauptplatz und Schlossbergplatz) ist jedoch das Schmidhofer im Palais. Hier hat man, was den Qualitätsanspruch der zubereiteten Speisen und die Weinbegleitung betrifft, sicher einen noch höheren Anspruch an sich selbst, als bei vielen anderen Restaurants. Ob dieser Anspruch zu Recht besteht oder nicht? Finden Sie es doch einfach selbst heraus!

Im Hotel GOLLNER helfen wir Ihnen jedenfalls immer gerne, wenn es um Reservierungen, Wegbeschreibungen oder andere Informationen geht. Egal in welche kulinarische Richtung es gehen soll.
 
Hier zwei Beispiele aus dem Schmidhofer im Palais:
 
 

Dienstag, 27. November 2018


Hotel GOLLNER

 
 Meilensteine…

 

Größere bauliche Veränderungen sind in einer Altstadt, wie jener in Graz, alles andere als einfach. Den Verantwortlichen im Hotel GOLLNER ist jedoch genau so eine Veränderung gelungen, die sich trotzdem gut in das Gesamtbild einfügt. In der Schörgelgasse gab es eine Lücke zwischen zwei Gebäuden, die nun gefüllt wurde. Über diesen Zubau, den unsere Gäste inzwischen bereits eifrig nutzen, wurde allerdings an dieser Stelle bereits genaueres berichtet.

Einerseits ist es eine riesige Freude und Erleichterung, wenn ein Projekt dieser Größenordnung dann endlich fertiggestellt ist. Andererseits gibt es auch Anlass dazu, die architektonische Entwicklung und Geschichte des Hauses Revue passieren zu lassen. Und Geschichte(n) hat dieser ganze Gebäudekomplex wirklich reichlich zu bieten.  

Genau zu diesem Gebäude und/oder zu dem Namen „Gollner“ hat fast jeder Grazer irgendeine Assoziation. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass das Gelände, auf dem sich das Hotel befindet, bereits seit 1880 (!) in bester familiärer Hand ist.

Weit über 100 Jahre Entwicklung genau wiederzugeben würde diesen Rahmen allerdings bei weitem sprengen, deshalb möchte ich hier nur über die großen „Meilensteine“ berichten:

 

1880

Noch heute ist das steinerne, sich aufbäumende Pferd unter der obersten Dachspitze ein Hinweis darauf, wie im 19. Jahrhundert eine Erfolgsgeschichte begann: nämlich als Anlaufstelle für Reiter, Kutscher und deren Pferde. Den Gasthof Schimmel, sozusagen am Eingang zur Stadt Graz gelegen, könnte man heutzutage mit modernem Vokabular als Mischung aus Tankstelle, Werkstatt und natürlich Gaststätte (oder scherzhaft kurz als „Park and Ride anno 1880“) bezeichnen. Nach einer Stärkung wurden wichtige Besorgungen erledigt und währenddessen wusste man Pferd und Kutsche bestens versorgt.

 

1900

Aus dem ersten großen Umbau entstand der Einkehrgasthof „Zum Schimmel“. Wenn die Vorfahren der Familie also nicht die damals fortschrittliche Idee gehabt hätten, den müden Reitern und Kutschern abgesehen von Verpflegung auch noch eine Übernachtungsmöglichkeit anzubieten, gäbe es heute wahrscheinlich kein Hotel GOLLNER.

 

1920

Auf Fotos aus diesem Jahr kann man bereits große Ähnlichkeiten zum Aussehen der heutigen Fassade erkennen. Das hat den Grund, dass durch weiteren Ausbau, aus dem Einkehrgasthof bereits das Hotel Schimmel wurde. Der charakteristische Eckturm wertete also nicht nur die Optik auf, sondern er bot auch zusätzlichen Raum für Gäste.

 

1961

Ohne Frage ein weiterer Meilenstein: die Neueröffnung am 21. September 1961, sozusagen die echte Geburt des Hotels GOLLNER. Aus dem funktionalen Hotel wurde, vor allem was die Einrichtung betraf, ein für damalige Verhältnisse exklusives und luxuriöses Schmuckkästchen.

 

1995

Da die 1960er-Jahre ja nicht unbedingt als Epoche großer Baukunst in die Geschichte eingehen werden, wurde die Fassade Mitte der 90er-Jahre komplett erneuert und die schönen ursprünglichen Elemente und Verzierungen wurden wieder in den Vordergrund gerückt.

 

 

2018

Hier schließen sich, zumindest zwischenzeitlich, zwei Kreise: zum einen endet die architektonische Geschichte des Hauses zumindest vorläufig, zum anderen kommt dieser Blog mit dem letzten „Meilenstein“ ebenfalls zu seinem Ende. Durch die schon am Beginn beschriebene Schließung der Baulücke in der Schörgelgasse wurde nicht nur eine optische Verbesserung erzielt, mit dem Zubau hat das Hotel GOLLNER seinen Gästen nun ein großzügiges Parkhaus, 61 Zimmer verschiedener Kategorien, mehrere Seminarräumlichkeiten und vieles mehr zu bieten.