Donnerstag, 21. Juli 2011

Grazer Dom



Sehr geehrte Leser,




Die am besten erhaltene Altstadt Europas, Graz, bietet natürlich auch wunderschöne
kirchliche Bauten.

Lassen Sie sich verführen und erkunden Sie zum Beispiel den GRAZER DOM.

Das Äußere des Doms wirkt heute schlicht. In der Gotik allerdings waren die Fassaden prächtig bemalt. Ein Fresko blieb allerdings erhalten: das sogenannte Gottesplagenbild.
Im Jahr 1480 brachen 3 Plagen über Graz herein – Heuschrecken, Krieg und Pest,
als Bitte um Gnade und Versöhnung ist das Bild entstanden.
Im Inneren des Doms besticht das harmonische Nebeneinander von gotischer Architektur und barocker Ausstattung.
Besonders prunkvoll der Hochaltar, entworfen vom Jesuitenpater Georg Kraxner.
Zum Kostbarsten im Grazer Dom zählen die beiden Reliquienschreine links und rechts des Eingang zum Altarraum die für Gebeine von christlichen Märtyrern verwendet werden.

Schlendern Sie dann weiter zum FRANZISKANERKLOSTER, das die gotische Schlichtheit
im Zusammenspiel mit Kunstwerken des 20 Jahrhunderts verbindet.
Der Chorraum wurde durch einen Bombentreffer im zweiten Weltkrieg stark beschädigt.
Nach dem Wiederaufbau entschloss man sich zu einer zeitgnössischen Ausstattung durch steirische Künstler.
Der ursprünglich gotische Kreuzgang umschließt einen idyllischen kleinen Klostergarten.
Übrigens, das Gebiet zwischen Franziskanerkloster und Mur wird auch als Kälberne Viertel
bezeichnet. Im 16 Jahrhundert bauten die Grazer Fleischer ihre Schlachtbänke in diesem Bereich.
Dass sich die Mönche damals beim Magistrat über Lärm und Gestank beschwerten, ist Ihnen nicht zu verdenken.

Auch nur einen zehnminütigen Fußweg entfernt finden Sie das PRIESTERSEMINAR,
Das von Vinzenz de Verda errichtete Kollegium war bis ins 19 Jahrhundert mit dem Dom
verbunden.
Während der 1300 m2 umfassende Hof noch vom Renaissancestil der Entstehungszeit geprägt ist, bietet das Innere Schmuckstücke des Barock.
Insbesondere die sogenannte Prunkstiege wurde um 1712 mit Stuck und Bildern und mit Sinnsprüchen üppig ausgestaltet.
An das Priesterseminar schließt die Alte Universität an.
Übrigens, man mag dies als Zeichen der Versöhnung ansehen: Im Gebäude des ehemaligen erzkatholischen Jesuitenkollegiums fand im Jahr 1792 der erste evangelische Gottesdienst in Graz nach Erlassung des Toleranzpatents statt.

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