Donnerstag, 27. August 2015



Die steirischen Weinstraßen

Die pitoresken Weinberge der Steiermark haben das ganze Jahr ihre schönen Seiten. Aber speziell im September und Oktober, wenn sich die Blätter bunt zu färben beginnen, aber die Temperaturen noch äußerst angenehm sind, ensteht ein besonderes Flair.
Insgesamt haben wir in der Steiermark drei Weinbaugebiete und acht Weinstraßen zu bieten. Die Weinbaugebiete werden unterteilt in das weststeirische-, das südoststeirische- und das südsteirische Anbaugebiet. Die Südsteirische Weinstraße ist sicherlich die Bekannteste und wahrscheinlich auch die Schönste von allen. Früher herrschte die Meinung vor, dass auch die Weinqualität im Süden deutlich über alle anderen zu stellen sei – das ist inzwischen bestimmt nicht mehr so, da es wirklich in jeder Region hervorragende, innovative Weinbauern und daher auch exzellente Weine gibt.
2015 gibt es allerdings noch einen zusätzlichen Grund ganz in den Süden, an die Österreichisch-Slowenische Grenze zu fahren. Die Südsteirische Weinstraße feiert nämlich ihren 60. Geburtstag, weshalb man sich etliche tolle Aktionen und Feierlichkeiten einfallen hat lassen. Ebenfalls ganz an der Grenze zu
Ex-Jugoslawien liegt die Klapotetz Weinstraße. Benannt nach dem slowenischen Wort für Klapper- oder Windrad, einer Holzkonstruktion, die die Vögel von den Reben fernhalten soll. Diese „Vogelscheuchen“ werden nach der Traubenlese wieder bis zum nächsten Jahr stillgelegt.
Klein aber Fein ist das Motto der Sausaler Weinstraße. Durch steil angelegte Weingärten führt die Straße in Serpentinen hinauf in Österreichs höchstgelegenen Weinbauort Kitzeck. Abgesehen von den malerischen Schlössern Ottersbach und Seggau, sowie den hervorragenden, meist trockenen Weissweinen, findet man hier des Weiteren regionale Schmankerln, wie das bekannte „Sulmtaler Hendl“.
International bekannt ist auch die Klöcher Weinstraße und zwar natürlich vor allem für den berühmten Süsswein „Klöcher Traminer“, dessen spezielles Bouquet von Rosenduft geprägt ist. In Fehring trifft die Klöcher- auf die Thermenland Weinstraße - wird sozusagen von ihr fortgesetzt. Die vielen Thermalquellen in dieser Region sprudeln aus extrem mineralischen Böden, die eine ideale Vorraussetzung für geschmackvolle Weine sind.
Die Südoststeirische Hügelland Weinstraße und die Oststeirische Römerweinstraße haben neben vielen kleinen, vor allem jeweils ein hervorzuhebendes Merkmal. Bei der Römerweinstraße lässt erneut der Name bereits erahnen worum es sich handeln könnte: historisch Interessierte kommen der Römerzeit auf die Spur und dabei voll auf ihre Kosten. Weitere regionale Besonderheiten sind der Urbanius-Wein, die Käferbohnen, sowie Äpfel- und Birnensorten, wie die Hirschbirne. Speziell für das Südoststeirische Hügelland ist widerum das vulkanische Gestein. „Vulcano“ oder „Eruption“ sind auch Namensgeber und so etwas wie ein Gütesiegel für die Köstlichkeiten der Region, wie z.B. der, am Besten hauchdünn zu genießende, Vulcano-Schinken.
Abschließend schauen wir, nach der östlichen- und südlichen-, in die westliche Steiermark, um uns vom Ausgangspunkt Ligist, auf die Schilcher Weinstraße zu begeben. Mit dem Schilcher, aus der Rebsorte Blauer Wildbacher, hat diese Gegend ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. So ganz nebenbei sind hier auch noch die berühmten Lipizzaner beheimatet und die ersten alpinen Berge erheben sich aus der Landschaft, was die Weststeiermark zu einem tollen Ort für Wanderer und Radfahrer macht.
Also setzen Sie sich einfach im Hotel GOLLNER, mit einem guten Achterl steirischen Wein, auf die Terrasse und überlegen in Ruhe, welche der acht Weinstraßen nun genau die richtige für IHREN Ausflug ist…

(Foto: Taxi-Schimautz.at)