Sonntag, 24. Februar 2019


DAS UNIVERSALMUSEUM JOANNEUM
 und seine Standorte

Die Grazer Dependancen

 

Das Universalmuseum Joanneum wurde 1811 als erstes öffentliches Museum Österreichs gegründet und präsentiert ein breites Spektrum an Geschichte, Kunst, Kultur und Naturwissenschaft. Über dieses breite Spektrum und alle dazugehörigen Standorte möchte ich Sie mit einer BLOG-Serie informieren. Die Grazer Standorte, um die es diesmal geht, haben den großen Vorteil, dass sie, mit einer Ausnahme, alle in der Altstadt gelegen und daher zu Fuß bestens erreichbar sind.

Bei der einen Ausnahme handelt es sich um das Schloss Eggenberg. Allein dort gibt es allerdings so viel zu sehen, dass es in näherer Zukunft einen eigenen BLOG geben wird, der sich nur damit befasst.

Das Wichtigste an einem Museum ist natürlich der „Inhalt“, aber die Grazer Museen geben auch architektonisch gesehen einiges her und zwar sowohl die historischen-, als auch die zeitgenössischen Bauten.

Das beste Beispiel für gelungene moderne Baukunst ist das Kunsthaus (auch „friendly alien“ genannt), das der Mittel- und Ausgangspunkt im Kulturhauptstadtjahr 2003 war. In den Zeiten zwischen den verschiedenen Ausstellungen können Besucher, um nur 2,50 Euro, architektonische Führungen erleben. Als „Zuckerl“ werden hier auch Ecken vorgeführt, die für Besucher normalerweise nicht zugänglich sind. Das betrifft aber eben nur die kurzen Intervalle zwischen den Ausstellungen. Seit Mitte Februar stellt beispielsweise der chinesische Künstler Jun Yang aus und das sehr erfolgreich.

Das Landeszeughaus braucht man eigentlich nicht erst groß vorzustellen. Es ist DAS Grazer Museum, ein touristischer Fixpunkt und sogar jeder einheimische Volkschüler war schon zumindest einmal dort. 32.000 Objekte (!) gibt es in der größten erhaltenen, historischen Waffenkammer zu bestaunen.

Das Museum für Geschichte ist aufgeteilt in die kulturhistorische Sammlung, in der sämtliche Epochen des Landes Steiermark vom Mittelalter bis zur Gegenwart dokumentiert sind, und in die multimediale Sammlung, die mit über 2,5 Millionen Objekten zu den bedeutendsten Österreichs zählt.

Wie schon erwähnt, sollte man unbedingt auch den Räumlichkeiten, der Architektur und der Umgebung der Museen Beachtung schenken. In besonderen Maß trifft das auf das Volkskundemuseum zu. Ebenfalls mitten in der Altstadt, in der Paulustorgasse gelegen, findet man hier auf über 1.000 m2 auch eine alte, originale weststeirische Rauchstube, einen in den 1930er-Jahren konzipierten Trachtensaal und alles, was sich um die grundlegenden Bedürfnisse „Wohnen, Kleiden, Glauben“ dreht. Zum Abschluss eines Besuches hier, sollte man sich noch einen Blick von der Empore (der ebenfalls integrierten Antoniuskirche), auf die bedeutenden frühbarocken Bilder, gönnen.

Soviel zum ersten Teil der Serie. Offensichtlich ist das Angebot sehr groß und vielfältig. Damit die Besucher möglichst viel davon sehen können, bietet das Universalmuseum Joanneum 24- und sogar 48-Stundentickets an.

Im nächsten BLOG dieser Serie möchte ich Ihnen zum einen eben das
Schloss Eggenberg, mit allem was dazugehört, und zum anderen das Joanneumsviertel, mit seiner ganzen Bandbreite an Kunst, Kultur und Gastronomie, vorstellen und schmackhaft machen.

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